{"id":56,"date":"2013-04-04T17:22:40","date_gmt":"2013-04-04T15:22:40","guid":{"rendered":"https:\/\/freikaempfer.net\/b\/2013\/04\/04\/ich-misanthrop\/"},"modified":"2017-09-23T13:54:04","modified_gmt":"2017-09-23T11:54:04","slug":"ich-misanthrop","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freikaempfer.net\/b\/2013\/04\/04\/ich-misanthrop\/","title":{"rendered":"Ich, Misanthrop"},"content":{"rendered":"<p>Vor kurzem hatte ich ein Gespr\u00e4ch mit <a href=\"https:\/\/twitter.com\/KapuzenAuf\" target=_blank>@KapuzenAuf<\/a> auf Twitter. Es ging um meinen Begriff der Misanthropie, da ich ja augenscheinlich Menschen m\u00f6gen w\u00fcrde. Vor diesem kurzen Gespr\u00e4ch hatte ich mir keine ausf\u00fchrlichen Gedanken zu dieser Thematik gemacht. Nach dem Gespr\u00e4ch, bzw. im Laufe dessen, habe ich beschlossen, das zu \u00e4ndern und deswegen jetzt dieser Blogpost. Als erstes gehe ich auf den allgemeinen Begriff &#8222;Misanthropie&#8220; ein. Danach dann darauf, was mein Begriff des selbigen ist und schlie\u00dflich, was ich daraus folgere.<\/p>\n<p><strong>Der Begriff und wof\u00fcr er steht<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>\n<font size=+0.5><strong>Misanthropie, die<\/strong><\/font><br \/>\nWortart: Substantiv, feminin<br \/>\nGebrauch: bildungssprachlich<br \/>\nBedeutung: Menschenhass<br \/>\nAussprache: <i>Misanthrop<u>ie<\/u><\/i><br \/>\nHerkunft: Aus dem griechischen von misanthr\u014dp\u00eda<\/p>\n<p>Quelle: Duden.de[<a href=\"http:\/\/www.duden.de\/rechtschreibung\/Misanthropie\" target=_blank>2<\/a>]\n<\/p><\/blockquote>\n<p>In der deutschen Wikipedia wird Misanthropie[<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Misanthropie\" target=_blank>3<\/a>] in der Herkunft als Symbiose aus den griechischen W\u00f6rter <i>misein (= hassen)<\/i> und <i>anthr\u014dpos (= Mensch)<\/i> gebildet. Der Artikel beschreibt den Begriff als den Name f\u00fcr eine Geisteshaltung, in welcher die Menschheit verachtet wird. Bei Misanthropie handelt es sich laut dem Artikel nicht um eine Handlungsweise, wie z.B. bei Altruismus.<br \/>\nIn einem Text von BONNINSKI[<a href=\"http:\/\/www.bonninski.de\/misanthropie.html\" target=_blank>4<\/a>] wird &#8222;der Misanthrop&#8220; als eine Person beschrieben, welche von sich selbst das Bild des verkannten Genies hat und dem Perfektionismus[<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Perfektionismus_(Psychologie)\" target=_blank>5<\/a>] verfallen zu sein scheint. Au\u00dferdem hei\u00dft es dort, ein_e Misanthrop_in ist kein_e Trendsetter_in und betrachtet die Dinge mit mehr Abstand. Als &#8222;bester Freund&#8220; wird dort der Sarkasmus[<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sarkasmus\" target=_blank>6<\/a>] genannt, als &#8222;schlimmster Albtraum&#8220; zum einen das Scheitern am Selbstbild und &#8222;drei Wochen Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff&#8220;.<br \/>\nAuf meiner Suche nach Definitionen oder einfach Texten \u00fcber Misanthropie bin ich auf eine handvoll, meiner Meinung nach, brauchbaren Seiten\/Blogs gelandet. Eigentlich alle besch\u00e4ftigen sich weniger damit, was der Begriff &#8222;Misanthropie&#8220; bedeutet als viel mehr damit, was daraus folgt. F\u00fcr alle ist klar &#8222;Misanthropie ist der Menschenhass, die Verachtung der Menschheit&#8220;. Dementsprechend werden auch Personen und Ereignisse damit asoziiert. In erster Linie beschreiben viele Texte Situationen in denen andere Menschen ganz einfach als unangenehm wahrgenommen werden. Lautes Verhalten im \u00f6ffentlichen Leben, egoistisches oder r\u00fccksichtsloses Handeln in \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln. Bei meiner simplen Google-Suche habe ich nicht alle Ergebnissseiten durchgeguckt. Nach 30 Seiten kommt, meiner Erfahrung nach, nicht mehr wirklich viel brauchbares. Zumal der gleiche Begriff auch im franz\u00f6sischen Existiert und somit auch einige franz\u00f6sische Texte in der Liste aufgetaucht sind. Leider kann ich auf franz\u00f6sisch bisher nur juristisch korrekt die Aussage verweigern. Alle von mir gefundenen Texte spiegeln, in meinen Augen, eher eine Art &#8222;situationistische Misanthropie&#8220; wieder. Dennoch fand ich es sehr interessant, die Texte zu lesen. Sie sind von mir unterhalb der Quellen am Ende des Blogpost verlinkt.<\/p>\n<p>Bei meiner Suche bin ich auch, wahrscheinlich unweigerlich, auf Arthur Schopenhauer und seine Parabel &#8222;Die Stachelschweine&#8220;[<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Stachelschweine_(Parabel)\" target=_blank>6<\/a>] gesto\u00dfen. Dabei handelt es sich um einen kurzen Text aus seinem Werk <i>Parerga und Paralipomena<\/i>. Darin schreibt er von einer Gruppe Stachelschweine, welche sich an einem kalten Tag gegenseitig W\u00e4rmen wollen. Nachdem sie sich eng zusammengedr\u00e4ngt haben, fangen ihre Stacheln aber an sie wieder auseinder zu bringen, weil sie sich gegenseitig stechen. Er vergleicht das mit der menschlichen Gesellschaft, in der die Menschen die gegenseitige N\u00e4he suchen, sich aber aufgrund ihrer &#8222;Stacheln&#8220;(Eigenheiten und Marroten etc.) wieder voneinander entfernen. Sp\u00e4ter werde ich nochmal speziel auf diese Parabel eingehen und eine eigene Interpretation beschreiben.<\/p>\n<p>Neben der Google-Suche habe ich aber auch direkt nach Zitaten gesucht. Zum einen auf <a href=\"http:\/\/www.zitate.net\" target=_blank>zitate.net<\/a> und zum anderen in Filmen, die ich kenne.<\/p>\n<blockquote><p>\n\u00bbIch bevorzuge die Stille hier. Ich bin der Erde \u00fcberdr\u00fcssig, der Menschen, des Gewirr&#8217;s ihrer Leben in dem ich mich verfange.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbMeiner Meinung nach ist die Existenz von Leben ein h\u00f6chst \u00fcbersch\u00e4tztes Ph\u00e4nomen. Du musst dich nur hier umsehen. Der Mars kommt pr\u00e4chtig zurecht, ohne einen einzigen Mikroorganismus. Hier ist die Landschaft st\u00e4ndig im Wandel. Sie bewegt sich, und formt sich immer wieder neu um diesen Pol herum, in Wellen die 10.000 Jahre flie\u00dfen. W\u00fcrdest du sagen, dass sich das alles wesentlich verbesser&#8217;n lie\u00dfe durch ein Einkaufszentrum oder eine \u00d6lpipeline?!\u00ab<\/p>\n<p>Dr. Manhatten in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Watchmen_\u2013_Die_W\u00e4chter\" target=_blank>Watchmen &#8211; Die W\u00e4chter<\/a>\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\n\u00bbAlles nur eine Fassade der H\u00f6flichkeit, die den wahren Grund verdeckt. Das liegt in der Natur unserer Welt, oder? [&#8230;] Zivilisation ist reine Illusion. Ein Spiel in dem man so tut, als ob. Wahr ist allerdings, dass wir noch immer Tiere sind, getrieben von unseren primitiven Instikten. [&#8230;] Ich sage damit nur, dass die Zivilisation immer dann br\u00f6kelt, wenn man sie am meisten braucht. Unter gewissen Umst\u00e4nden sind wir Menschen alle der schlimmsten Verbrechen f\u00e4hig. K\u00f6nnen Sie sich eine Welt vorstellen, wo das anders ist? Wo nicht jede Krise zu neuen Abscheulichkeiten f\u00fchrt? Wo nicht \u00fcberall in den Zeitungen nur von Krieg und Gewalt die Rede ist? Nein, dann m\u00fcsste man n\u00e4mlich eine Welt erschaffen, in der die Menschheit nicht menschlich ist.\u00ab<\/p>\n<p>Der russische Botschafter in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Invasion_(Film)\" target=_blank>Invasion<\/a>\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\n\u00bbLibrianer, im Herzen der Menschheit existiert eine Krankheit.<br \/>\nIhr Symptom ist Hass.<br \/>\nIhr Symptom ist Zorn.<br \/>\nIhr Symptom ist Wut.<br \/>\nIhr Symptom ist Krieg.<br \/>\nDiese Krankheit ist die menschliche Emotion.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbDas tut mir Leid!\u00ab \u2013 \u00bbDas tut es nicht. Du wei\u00dft nicht einmal, was das bedeutet. Es ist nur ein redundantes Wort f\u00fcr ein Gef\u00fchl, das du nicht hast.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbIch m\u00f6chte Sie etwas fragen. Wieso sind Sie am Leben?\u00ab \u2013 \u00bbIch lebe, weil ich den Fortbestand dieser Gesellschaft sichern m\u00f6chte.\u00ab \u2013 \u00bbEin Kreislauf. Sie existieren um Ihre Existenz fortzuf\u00fchren. Worin liegt da der Sinn?\u00ab<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Equilibrium_(Film)\" target=_blank>Equilibrium<\/a>\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\n\u00bbManchmal wird es langweilig, weil ihr immer wieder die gleichen dummen Fehler macht.\u00ab<\/p>\n<p>John Oldman in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/The_Man_From_Earth\" target=_blank>The Man From Earth<\/a>\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\n\u00bbIch glaube, dass die wachsende F\u00e4higkeit des Menschen, sich Erkenntnisse zu verschaffen, nicht unbedingt seine Dummheit verringert. Seine Emotionen werden es stehts beherrschen. Sie bestimmen seine kriegerische Einstellung, die alles um sich herum bek\u00e4mpft. Sogar sich selbst.\u00ab<\/p>\n<p>Dr. Zaius in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Planet_der_Affen_(1968)\" target=_blank>Planet der Affen<\/a>(Original von 1968)\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\n\u00bbJedweder Art von S\u00e4uger auf diesem Planeten entwickelt instinktiv ein nat\u00fcrliches Gleichgewicht mit seiner Umgebung. Ihr Menschen aber tut dies nicht. Ihr zieht in ein bestimmtes Gebiet und vermehrt euch und vermehrt euch, bis alle nat\u00fcrlichen Resourcen ersch\u00f6pft sind. Und der einzige Weg zu \u00fcberleben, ist die Ausbreitung auf ein anderes Gebiet. Es gibt noch einen Organismus auf diesem Planeten, der genauso verf\u00e4hrt. Wissen Sie, welcher?! Das Virus! Der Mensch ist eine Krankheit. Das Geschw\u00fcr dieses Planeten. Ihr seid wie die Pest.\u00ab<\/p>\n<p>Agent Smith in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Matrix_(Film)\" target=_blank>Matrix<\/a>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Mit diesen Zitaten m\u00f6chte ich dann nahtlos darin \u00fcbergehen, was mein Begriff von Misanthropie ist.<\/strong><br \/>\nF\u00fcr mich bedeutet Misanthropie zwar Menschenhass und die Ablehnung der Menschheit im Allgemeinen, jedoch definiere ich &#8222;Menschheit&#8220; nicht im naturwissenschaftlichen Sinne. Gewiss, wenn von &#8222;Menschheit&#8220; die Rede ist, meine auch ich die biologische Spezies &#8222;Mensch&#8220;. Wenn es aber um die Ablehnung der Menschheit geht, spreche ich von einem k\u00fcnstlichen Konstrukt, gemacht von der Menschheit selbst, \u00e4hnlich wie das k\u00fcnstlische Konstrukt der Gesellschaft. Beides ist vom Menschen gemacht und hat sich \u00fcber unz\u00e4hlige Jahre hinweg entwickelt. Diese Konstrukte sind l\u00e4ngst zu etwas geworden, was so gewaltig ist, das es alle Menschen in sich einschlie\u00dft. Das Wesen des Menschen, welches in Verbindung mit anderen Menschen das Wesen der Menschheit bildet, ist vom Menschen gemacht und kann somit auch vom Menschen ver\u00e4ndert oder zerst\u00f6rt werden. Die Grundannahme, dass dieses Wesen, dieses Konstrukt, schlecht und b\u00f6se ist, ist meines Erachtens die einzige M\u00f6glichkeit sich selbst in die Lage zu versetzen dagegen anzugehen. Vor zwei Jahren oder so \u00fcberlegte ich, wie eine basisdemokratische Struktur aussehen k\u00f6nnte. Dabei kam mir folgender Satz in den Kopf: <i>Ein System kann niemals mit den vom System gegebenen Richtlinien und Ordnungen ge\u00e4ndert werden.<\/i> Daraus folgernd muss etwas bestehendes zuerst zerst\u00f6rt werden, bevor etwas neues entstehen kann. In der Regel baut etwas neues auf etwas bestehendem auf. Dadurch werden Dinge aus dem bereits bestehenden in das neue \u00fcbernommen. In vielen F\u00e4llen, vorallem in der Technik, ist das \u00e4u\u00dferst Hilfreich, weil das Rad nicht st\u00e4ndig neu erfunden werden muss. Im Falle der Menschheit w\u00fcrde das allerdings bedeuten, dass die bisherige schlechte Menschheit in der neuen weiter existieren w\u00fcrde. Sie w\u00fcrde sich irgendwann zwangsl\u00e4ufig bahn brechen und die neue Menschheit wieder vergiften. Wird also eine neue Welt angestrebt, muss die Menschheit zerst\u00f6rt werden. Dabei muss es nicht zu Mord und Gewalt kommen. Nein, warum denn?! Es muss lediglich verhindert werden, dass Werte und Normen aus der alten Welt in die neue \u00fcbertragen werden. Wie das zu schaffen ist, m\u00f6chte ich an dieser Stelle offen lassen. Erw\u00e4hnenswert ist aber: Ich will nicht in meiner Utopie leben! Daf\u00fcr gibt es zwei rationale Gr\u00fcnde:<\/p>\n<ol>\n<li>Ich kann nicht in ihr Leben, weil sie das Ziel ist welches ich anstrebe.<\/li>\n<li>Wenn ich in ihr lebe, kann es nicht meine Utopie sein, weil ich Teil des alten, der schlechten Menschheit bin.<\/li>\n<\/ol>\n<blockquote>\n<p align=center>\u00bbEin Mensch, der f\u00fcr nichts zu sterben gewillt ist, verdient nicht zu leben.\u00ab<br \/>\nMartin Luther King<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Dieses Zitat spiegelt, finde ich, einen Kernpunkt des menschlichen Daseins wieder. Die heutige Menschheit, zumindest jene in der entwickelten Welt, existiert vor sich hin. Die Menschen folgen einer Routine, die ihnen von der Gesellschaft aufgedr\u00fcckt wird. &#8222;Du musst zur Schule\/Arbeit!&#8220; oder &#8222;Du musst dich an die Gesetze halten!&#8220;. Muss man das? Ich sage nein. Warum sollte ich das? Als ein Lebewesen, welches in der Lage ist zu denken und zu handeln, bin ich gewiss zu grausamen Handlungen f\u00e4hig. Aber ich bin auch zu guten Taten in der Lage. Und w\u00e4re die Schwarmdummheit nicht so entsetzlich monstr\u00f6s und massiv, w\u00fcrde ich das auch viel \u00f6fter tun. Jetzt kommen wir ein bischen dazu, was mich pers\u00f6nlich dazu verleitet, mich als Menschenhasser zu bezeichnen. Denn es sind nicht die gro\u00dfen Beispiele der Geschichte, wie z.B. die Kriege aller Epochen, sondern es sind die jeden Tag stattfindenden kleinen und gro\u00dfen Dummheiten, die von der Menschheit im gesamten wie auch von dem Menschen im kleinen vollbracht werden. Es f\u00e4ngt an beim allt\u00e4glichen Umgang mit anderen Menschen in der \u00d6ffentlichkeit. Es wird nicht aufeinander geachtet. Alle sind davon getrieben, ihr Ziel zu erreichen. Gleichg\u00fcltig, ob es andere Menschen betrifft. Ein sehr gutes Beispiel bietet dabei der \u00d6PNV. Wenn ein Bus an einer Haltestelle h\u00e4lt und sich die T\u00fcren \u00f6ffnen ist das erste was passiert, dass Menschen von drau\u00dfen einsteigen wollen. Dabei wollen auch Menschen von drinnen aussteigen. Dieser Interessenskonflikt f\u00fchrt regelm\u00e4\u00dfig dazu, dass man sich durch eine Masse von Zombies quetschen muss. Gleiches auch in Eingangsbereichen von z.B. Kaufh\u00e4usern oder \u00e4hnlichem. Auch sehr nervend finde ich, wenn Menschen mitten auf dem Gehweg oder in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone pl\u00f6tzlich stehen bleiben und somit nicht nur Menschen hinter sich ausbremsen, sondern auch noch Kollisionen zwischen Menschen provozieren. Au\u00dferdem gibt es auch noch etwas, das nenne ich einfach &#8222;institutionelle Dummheit&#8220;. Damit meine ich die Tatsache, dass Institutionen den Menschen gewisse Dinge nicht zutrauen. Wer wei\u00df z.B. das Reinungsmittel aller Art aufs \u00e4u\u00dferste Verd\u00fcnnt sind?! Waschpulver z.B. besteht fast ausschlie\u00dflich aus wirkungslosen Streckmitteln. Einfach, weil den Menschen nicht zugetraut wird, einfach mal weniger von dem Zeug in die Waschmaschine zu kippen. Genau bestimmte Anweisungen in der \u00d6ffentlichkeit. Comics in denen Erkl\u00e4rt wird, wie man eine T\u00fcr \u00f6ffnet oder Erinnerungsschilder, man soll auf der Rolltreppe rechts stehen damit links Menschen die es eilig haben vorbei k\u00f6nnen. Die Welt ist voller Bevormundung. Die Menschheit h\u00e4lt sich selbst klein. Dabei will ich nicht einmal von Erfindungen wie Waffen sprechen. Diese sind f\u00fcr mich nur die Spitze des Eisberges. Wo der Mensch sich nicht mehr mit Worten zu helfen wei\u00df, wird eben Gewalt eingesetzt. Waffen sind dabei nur die logische Weiterentwicklung der menschlichen Faust. Und all das lehne ich ab und verachte es. Ich bin der festen \u00dcberzeugung, w\u00fcrde man dieses Konstrukt der Menschheit zerst\u00f6ren, k\u00f6nnte man etwas verdammt viel besseres aufbauen. <\/p>\n<p>Bewusst spreche ich von &#8222;der Menschheit&#8220; als Verallgemeinerung. Eben, weil ein jeder Mensch teil derselbigen ist und somit tendenziel zu exakt den selben Handlungen f\u00e4hig ist wie ein anderer Mensch auch. Dabei ist es unerheblich, welche moralischen Grunds\u00e4tze ein einzelner Mensch das eigen nennt. Also stelle ich die These auf, dass selbst Mahatma Ghandi in der Lage w\u00e4re, einen anderen Menschen mit seinen eigenen H\u00e4nden zu erdrosseln. Einfach, weil es die gemachte Natur des Menschen ist. Es ist eine Art der Autopoiesis[<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Autopoiesis\" target=_blank>7<\/a>]. Damit ist ein sich selbst erhaltendes System gemeint. <\/p>\n<p><strong>Zum Thema &#8222;m\u00f6gen&#8220; und Freund_innenschaft<\/strong><br \/>\nVon @KapuzenAuf wurde mir unterstellt zu l\u00fcgen, als ich schrieb, dass ich keine Menschen mag. Als Begr\u00fcnden wurde angef\u00fchrt, das @KapuzenAuf ein Mensch sei und sich von mir gemocht f\u00fchlt. Kurz gesagt: Ich kann beides! Ich kann die Menschheit und Menschen nicht-m\u00f6gen, aber trotzdem Menschen m\u00f6gen. Man k\u00f6nnte es als eine Art der Hassliebe bezeichnen. Die Gr\u00fcnde, warum ich Menschen mag sind recht wenige. In der Hauptsache w\u00e4re zu nennen &#8222;Sie nerven mich nicht st\u00e4ndig&#8220;. Noch dazu w\u00e4hle ich doch recht genau aus, wen ich mag und wen eben nicht. Oft habe ich das Gef\u00fchl, mein Begriff von Freund_innenschaft ist ein viel tiefgreifender als bei denen, die ich meine Freund_innen nenne. F\u00fcr mich ist es wichtig, dass mir potenzielle Freund_innen nicht so vorkommen wie dumme Schafe. Um es mal drastisch auszudr\u00fccken. Das hat in erster Linie, wegen dem Halo-Effekt[<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Halo-Effekt\" target=_blank>8<\/a>] viel mehr etwas mit mir zu tun als mit dem Menschen. Dennoch hat sich das bisher als recht effektiv erwiesen. Aber nur, weil ich jemanden nicht als &#8222;dummes Schaf&#8220; empfinden, macht das noch keine Freund_innenschaft. Es geht auch darum, ob es angenehm ist, mit einem Menschen zusammen zu sein. Dabei ist es bei mir h\u00e4ufig der Fall, dass mich Menschen schlicht anekeln durch ihre blo\u00dfe Anwesenheit. Geben diese dann auch noch Dinge von sich, bei denen ich mich frage ob dieser Mensch jemals dar\u00fcber nachgedacht hat, warum etwas so ist wie es ist, bin ich fast schon \u00fcber alle Berge. Was mir auch schon gesagt wurde ist, dass ich sehr oft nach meiner eigenen Logik als nach meinem Gef\u00fchl vorgehe. Das stimmt auch soweit. Und in meiner Logik ist es eben nicht logisch, zwangsweise mit Menschen zusammen zu sein, gleichg\u00fcltig ob ich diese tolerieren kann oder nicht. Es gef\u00e4llt mir also, mich mit denkenden Menschen zu Unterhalten. Es gef\u00e4llt mir aber nicht, diesen Menschen st\u00e4ndig nah zu sein. Mir ist es \u00fcbrigens schon passiert, dass ich mit anderen Misanthropen nicht ausgekommen bin. Denn ich brauche keinen Menschen, der mir oft zustimmt oder dem ich oft zustimme. Das ist langweilig und das finde ich zum kotzen. Zudem finde ich geradzu widerlich, wie die meisten Menschen sich (in meiner Wahrnehmung) zum Thema &#8222;Freund_innenschaft&#8220; verhalten. In erster Linie scheint es nur noch Zweckfreund_innen zu geben. Menschen, mit denen man eben nur deswegen eine Freund_innenschaft eingegangen ist und pflegt, weil man sonst (in einer Gruppe) alleine w\u00e4re. Es ist das eine, wenn man sich in einem Sportverein gut mit den Leuten versteht und deswegen mit ihnen auch mal au\u00dferhalb des Vereinslebens etwas unternimmt. Das andere, viel schlimmere, ist, das man mittlerweile in so vielen Zusammenh\u00e4ngen verkehrt, das man nur noch Zweckfreund_innen hat, mit denen man sehr schnell keinen Kontakt mehr hat sobalt man aus diesem Zusammenhang verschwunden ist. Fangfrage: Mit wievielen Schul-Freund_innen, mit denen du noch deinen Schulabschluss gefeiert o.\u00e4. hast, hast du heute noch Kontakt? Und mit wievielen von denen unternimmst du noch etwas? Mit &#8222;Kontakt&#8220; ist \u00fcbrigens keine Facebook-&#8222;Freund_innenschaft&#8220; gemeint. Was ich sagen will, ist, das Menschen kommen und gehen. Aber welchen Sinn hat es denn dann, mit ihnen etwas zu tun zu haben?<\/p>\n<p><strong>Nochmal zum Thema &#8222;m\u00f6gen&#8220;<\/strong><br \/>\nSehr oft ist es so, dass ich Menschen weder &#8222;mag&#8220; noch &#8222;nicht-mag&#8220;. Ich toleriere sie und finde Unterhaltungen oder Unternehmungen mit ihnen angenehm. Zu einem gewissen Grad, versteht sich.<\/p>\n<p><strong>Meine Ablehnung der Menschen&#8230;<\/strong><br \/>\n&#8230;f\u00fchrte auch dazu, dass ich soziale Ereignisse komplett aus meinem Leben gestrichen habe. Zum einen feiere ich keine Geburtstage und gratuliere auch niemanden dazu. Weder meinen Freund_innen noch meiner Verwandtschaft. Weihnachten feier ich auch nicht, Sylvester verbringe ich am liebsten entspannt mit ausgew\u00e4hlten Menschen oder allein. Ich habe eine gr\u00f6\u00dfere Abneigung gegen\u00fcber Menschenmassen oder einfach generell gedr\u00e4ngten Menschen. Es passierte mir schon, das ich kurz vor eine Panikattacke stand, weil ich mit 2 anderen Menschen in einem Aufzug fuhr. Wenn ich unterwegs bin, gibt es f\u00fcr mich nichts wichtigeres als m\u00f6glichst schnell ans Ziel zu kommen und sovielen Menschen wie M\u00f6glich aus dem Weg zu gehn. Wenn mir der Zug oder der Bus zu voll ist, warte ich auf den n\u00e4chsten oder laufe. Musik h\u00f6re ich dann am liebsten so laut \u00fcber Kopfh\u00f6rer, das ich niemand anderen h\u00f6ren muss. Wenn ich drau\u00dfen rumlaufe, versuche ich immer m\u00f6glichst unangenehm auszusehen, damit niemand auf die Idee kommt, mich anzusprechen. Ich vermeide es aktiv, Menschen zu ber\u00fchren. Ob nun in der Bahn oder bei Freund_innen. Diese Umarmung zur Begr\u00fc\u00dfung konnte ich zum Gl\u00fcck den meisten meiner Freund_innen abgew\u00f6hnen. Bei denen, die trotzdem darauf bestehen, habe ich mich daran gew\u00f6hnt und lasse es einfach 1-2sec \u00fcber mich ergehen. Meine Lieblingsjahreszeit ist der Winter, weil dann die Menschen nicht so viel schwitzen und somit nicht so viel stinken. Au\u00dferdem kann ich dann, die k\u00e4lte genie\u00dfend, drau\u00dfen rumlaufen und die dicke Kleidung beugt K\u00f6rperkontakt vor. Dabei laufe ich gerne leicht bekleidet auch durch den tiefsten Winter, weil die K\u00e4lte die Nerven ein wenig beteubt. Ich mag auch keine Parties, weil dort viel zu viele Menschen sind. Auch private Parties, wo weniger Menschen sind, mag ich oft nicht. Ich unterhalte mich gerne mit Menschen. Eine Party ist nicht zum Unterhalten da, sondern zum Tanzen oder Alkohol trinken oder sonst was. Auch will ich nicht, um mich zu unterhalten, jemand anderen ins Ohr br\u00fcllen m\u00fcssen, weil die Musik so laut ist. Am liebsten sitze ich mit, meiner Definition nach, netten Menschen auf einer Couchgruppe oder so etwas und unterhalte mich \u00fcber irgendetwas nicht-stumpfsinniges.<\/p>\n<p><strong>Flausch <3...<\/strong><br \/>\n&#8230;finde ich Ekelhaft. Es widert mich teilweise regelrecht an, wie sich Menschen exzessiv gegenseitig Kuscheln, sich Herzchen schicken oder st\u00e4ndig alles verniedlichen. Ich hasse es auch, anderen Menschen gegen\u00fcber meine Gef\u00fchle zu zeigen. Deswegen lehne ich es auch ab, mit einem anderen Menschen (sollte es mal soweit kommen) h\u00e4ndchen-haltend oder mehr durch die Stra\u00dfen zu laufen oder vor Freund_innen aufzutreten. Es entbehrt f\u00fcr mich jedem Sinn, so etwas zu tun oder Menschen zu versuchen mit &#8222;Hey, ich hab dich doch lieb. Das wird schon wieder!&#8220; aufzubauen. Zwar bel\u00fcge ich Menschen, manchmal sogar ziemlich \u00fcbel, aber nicht jemanden, den ich leiden kann. Noch dazu finde ich es \u00e4u\u00dferst problematisch einfach irgendjemand ungefragt mit &#8222;<3\" zu \u00fcbersch\u00fctten oder so. Ich f\u00fcr meinen Teil, will das einfach nicht. Ich will nicht, das irgendwelche (un)bekannten Menschen mir sagen, sie w\u00fcrden mich gern oder lieb haben. Zum einen, weil ich Menschen grunds\u00e4tzlich erstmal nichts glaube was mit Gef\u00fchlen zu tun hat. Zum anderen, weil ich dann gesellschaftliche gezwungen bin, auf irgendeine Weise darauf zu reagieren. Erwidere ich die Erkl\u00e4rung, w\u00fcrde ich (meistens) l\u00fcgen. Sage ich nichts oder lehne ich ab, verletzte ich diese Person (meistens). Beides nichts was ich einem Menschen, den ich leiden kann, entgegen bringen m\u00f6chte. \n\n<strong>Die Masse&#8230;<\/strong><br \/>\n&#8230;all dieser von mir bis jetzt aufgez\u00e4hlten Dinge ist der Grund, weswegen ich mich als Misanthrop sehe. Am liebsten sehe ich mir Filme an, die eine Distopie darstellen in der die Menschheit am Rande der Ausl\u00f6schung steht oder so etwas. Leider gibt es dabei immer wieder ein Happy-End. Der Film &#8222;The Last Man On Earth&#8220; oder das Remake &#8222;I Am Legend&#8220; w\u00e4ren so gute Filme, g\u00e4be es da nicht diese Wendung die am Ende doch noch zu einer, zumindest angedeuteten, Rettung der Menschheit f\u00fchrt. Ebenso &#8222;The Last Seven&#8220;(nicht das Remake, das ist schei\u00dfe) oder &#8222;The Quiet Earth&#8220;, &#8222;The Road&#8220;, &#8222;Downstream &#8211; Endzeit 2013&#8220;. Lediglich &#8222;Carrier&#8220; und &#8222;The Divide&#8220; hatten ein nettes Ende, weil die Situation auf die Rettung der Menschheit zumindest als \u00e4u\u00dferst unwahrscheinlich dargestellt wurde.<\/p>\n<p><strong>Schopenhauers &#8222;Die Stachelschweine&#8220;<\/strong><br \/>\nIch hatte ja gesagt, das ich mich dieser Parabel nochmal widmen werde. Das werde ich an dieser Stelle tun.<\/p>\n<blockquote><p>\nEine Gesellschaft Stachelschweine dr\u00e4ngte sich en einem kalten Wintertage recht nah zusammen, um sich durch die gegenseitige W\u00e4rme vor dem Erfrieren zu sch\u00fctzen. Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln, welches sie dann wieder von einander entfernte. Wann nun das Bed\u00fcrfnis der Erw\u00e4rmung sie wieder n\u00e4her zusammenbrachte, wiederholte sich jenes zweite \u00dcbel, so da\u00df sie zwischen beiden Leiden hin und her geworfen wurden, bis sie eine m\u00e4\u00dfige Entfernung voneinander herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten.<\/p>\n<p>So treibt das Bed\u00fcrfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerw\u00e4rtigen Eigenschaften und unertr\u00e4glichen Fehler sto\u00dfen sie wieder voneinander ab. Die mittlere Entfernung, die sie endlich herausfinden, und bei welcher ein Beisammensein bestehen kann, ist die H\u00f6flichkeit und feine Sitte. Dem, der sich nicht in dieser Entfernung h\u00e4lt, ruft man in England zu:keep your distance! &#8211; Verm\u00f6ge derselben wird zwar das Bed\u00fcrfnis gegenseitiger Erw\u00e4rmung nur unvollkommen befriedigt, daf\u00fcr aber der Stich der Stacheln nicht empfunden.<\/p>\n<p>Wer jedoch viel eigene, innere W\u00e4rme hat, bleibt lieber aus der Gesellschaft weg,<br \/>\n um keine Beschwerde zu geben, noch zu empfangen.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Stachelschweine versinnbildichen die Menschen. Die Stacheln die Eigenheiten und Charakterz\u00fcge derselben. Wenn sich nun also die Stachelschweine bei dem Versuch sich gegenseitig zu w\u00e4rmen gegenseitig stechen, ist damit der Umgang der Menschen miteinander gemeint. Tendenziel &#8222;sticht&#8220; ein Mensch einen anderen eher als irgendetwas anderes. Menschen k\u00f6nnen sich nicht einfach verst\u00e4ndigen, selbst wenn sie in der Lage sein sollten, sinnvoll zu kommunizieren. Das f\u00fchrt zwangsl\u00e4ufig dazu, das sich die Menschen (un)bewusst gegenseitig verletzen oder, wie in meinem Fall, anwidern. Denn genau wie ein Stachelschwein seine eigenen Stacheln selbst nicht sp\u00fcrt, empfinden Menschen ihre eigenen Eigenheiten nicht als st\u00f6rend. Am Ende spricht Schopenhauer davon, das diejenigen, die sich selbst w\u00e4rmen k\u00f6nnen, das auch tun. Das w\u00e4re dann die letzte Konsequenz der Misanthropie: Das Leben als Einsiedler_in. Denn wer allein sein kann und wen andere Menschen nur st\u00f6ren, wird nat\u00fcrlich keinen Grund daf\u00fcr haben, in deren Gesellschaft weiter zu verweilen (Sachzw\u00e4nge mal ausgenommen). Schopenhauer spricht auch davon, das die Stachelschweine eine Entfernung gefunden haben, in der sie sich nicht stechen aber wo es noch warm genug ist. In bezug auf die Menschheit sehe ich die Sache so, das es bisher nicht gelungen ist eine angenehme Distanz zu finden. Und ich denke auch nicht, dass das nochmal passiert.<\/p>\n<blockquote><p>\n<strong>He wishes for the Cloths of Heaven<\/strong><\/p>\n<p>Had I the heavens&#8216; embroidered cloths,<br \/>\nEnwrought with golden and silver light,<br \/>\nThe blue and the dim and the dark cloths<br \/>\nOf night and light and the half-light,<\/p>\n<p>I would spread the cloths under your feet:<br \/>\nBut I, being poor, have only my dreams;<br \/>\nI have spread my dreams under your feet;<br \/>\nTread softly because you tread on my dreams.<\/p>\n<p>by William Butler Yeats\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Dieses kurze Gedicht von Yeats finde ich sehr interessant, weil es auf der einen Seite die Verletzlichkeit eines Menschen thematisiert und zum anderen seine Hoffnung, nicht von anderen verletzt zu werden. Seine Tr\u00e4ume vor anderen auszubreiten und ihnen zu erlauben, auf diesen zu gehen, setzt ein Vertrauen voraus. Aber keines das auf Gegenseitigkeit beruht. Es ist ein Vorschuss an den anderen Menschen mit der Hoffnung, dieser wird die Tr\u00e4ume genauso vorsichtig wie man selbst behandeln. Das Wort &#8222;tread&#8220; bedeutet \u00fcbersetzt soviel wie &#8222;Auftritt&#8220; oder &#8222;Trittfl\u00e4che&#8220;. Betrachtet man dieses eine Wort und ersetzt es durch \u00e4hnliche, wie z.B. &#8222;treat&#8220;, was soviel wie &#8222;Vergn\u00fcgen&#8220; bedeutet, oder &#8222;threat&#8220;, was soviel wie &#8222;Bedrohung&#8220; oder &#8222;Drohung&#8220; bedeutet, l\u00e4sst sich diese letzte Zeile &#8222;Tread softly because you tread in my dreams&#8220; in zweierlei Licht betrachten. Zum einen, als die Hoffnung, dass der andere Mensch die eigenen Tr\u00e4ume sanft behandelt und \u00e4u\u00dferst vorsichtig ist. Zum anderen, die Furcht, dass der andere Mensch die Tr\u00e4ume schlicht weg zertritt. Wahrscheinlich hat jede_r die Hoffnung oder den Wunsch, das die eigenen Tr\u00e4ume von anderen vorsichtig behandelt werden. Die Menschheit zeigt aber immer wieder, das Menschen \u00e4u\u00dferst gerne Dinge fordern ohne sie selbst zu geben. Was dazu f\u00fchrt, das Menschen nicht einfach auf den Tr\u00e4umen anderer Menschen herumtrampeln, sondern auch einfach auf den Menschen selbst.<\/p>\n<p><strong>Schlussendlich betrachtet&#8230;<\/strong><br \/>\n&#8230;gibt es eigentlich keinen Grund, diese Menschheit zu erhalten. Das allerdings soll auch kein Grund sein, nichts gutes zu tun. Ich f\u00fcr meinen Teil helfe unglaublich gerne anderen. Daf\u00fcr verlange ich in den allermeisten F\u00e4llen nicht einmal Anerkennung oder sonst etwas. Es ist f\u00fcr mich ein Versuch, zumindest ein bischen anders zu sein, als es die Menschheit ist. In manchen F\u00e4llen ist es auch einfach eine Form meine Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr einen bestimmten Menschen zu zeigen.<br \/>\nIch f\u00fcr meinen Teil habe von mir \u00fcbrigens das Selbstbild \u00e4u\u00dferst awesome zu sein. Quasi der Ma\u00dfstab der Awesomness \u00fcberhaupt zu sein. Was ich awesome finde, ist awesome, weil ich awesome bin. Tendenziell tr\u00e4gt das meiner Misanthropie nur Brennstoff zu, schlie\u00dflich kann es ja nicht sein, das ich zu einer Menschheit geh\u00f6re die nicht awesome ist obwohl ich total awesome bin. Und Trotzdem ist die \u00dcberzeugung das ich total awesome bin das einzige, was mich h\u00e4ufig davon abh\u00e4lt, komplett verr\u00fcckt zu werden. Ende Februar z.B. habe ich meinen Twitter-Acc deaktiviert. Ein paar Leuten ist das Aufgefallen. Was diesen Leuten allerdings nicht aufgefallen ist (und das ist es eigentlich auch kaum jemanden) ist, das ich auch meinen Facebook-Acc deaktiviert hatte und auch sonst jeden Kommunikationsweg au\u00dfer Post und eMail g\u00e4nzlich abgeschaltet hatte. Warum habe ich das getan? Ganz einfach: Weil ich fast verr\u00fcckt geworden w\u00e4re! Weil mich in diesem Moment die Menschheit so richtig abgefuckt hat. Ich bin dann zwei Woche lang durch die Gegend gelaufen ohne wirklich mit jemanden zu kommunizieren. Ich habe eine handvoll eMails bekommen und geschrieben, in meinem Alltag habe ich mich kaum mit Menschen unterhalten. In diesen zwei Wochen gab es nur mich und meine Gedanken isoliert von einem Umfeld voller Dummheit. Letztendlich bin ich ja wieder zur\u00fcck gekommen, obwohl ich das am Anfang noch gar nicht wusste. <\/p>\n<p>Ich habe vor etwas Zeit einen kleinen Blogpost geschrieben, mit dem Titel &#8222;74 Gr\u00fcnde, Misanthrop_in zu sein&#8220;[<a href=\"\/blog\/?q=node\/34\" target=_blank>9<\/a>]<\/p>\n<blockquote>\n<p align=center>\u00bbNichts bist du, nichts ohne die ander&#8217;n. Der verbissenste Misanthrop braucht die Menschen doch, wenn auch nur, um sie zu verachten.\u00ab<br \/>\nMarie von Ebner-Eschenbach<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Nachtrag<\/strong><\/p>\n<blockquote>\n<p align=center>\u00bbMenschen sind wie Seesterne. Sie sehen langweilig aus, k\u00f6nnen nichts und haben kein Gehirn.\u00ab<br \/>\nIch im Alter von 16 oder 17<\/p>\n<\/blockquote>\n<hr>\n<p>[1]<br \/>\n[2] <a href=\"http:\/\/www.duden.de\/rechtschreibung\/Misanthropie\" target=_blank>http:\/\/www.duden.de\/rechtschreibung\/Misanthropie<\/a><br \/>\n[3] <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Misanthropie\" target=_blank>http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Misanthropie<\/a><br \/>\n[4] <a href=\"http:\/\/www.bonninski.de\/misanthropie.html\" target=_blank>http:\/\/www.bonninski.de\/misanthropie.html<\/a><br \/>\n[5] <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Perfektionismus_(Psychologie)\" target=_blank>http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Perfektionismus_(Psychologie)<\/a><br \/>\n[6] <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Stachelschweine_(Parabel)\" target=_blank>http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Die_Stachelschweine_(Parabel)<\/a><br \/>\n[7] <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Autopoiesis\" target=_blank>http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Autopoiesis<\/a><br \/>\n[8] <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Halo-Effekt\" target=_blank>http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Halo-Effekt<\/a><br \/>\n[9] <a href=\"\/blog\/?q=node\/34\" target=_blank>http:\/\/www.freikaempfer.net\/blog\/?q=node\/34<\/a><\/p>\n<p>Nicht verwendete, aber interessante Links:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/textkrieg.de\/articles\/2011\/10\/16\/die-90er-megaparty-oder-wege-in-die-misanthropie\" target=_blank>TextKrieg: Die 90er Megaparty oder Wege in die Misanthropie<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.geistundgegenwart.de\/2011\/12\/misanthropie-bin-ich-ein-menschenhasser.html\" target=_blank>Geist und Gegenwart: Misanthropie &#8211; Bin ich ein Menschenhasser?<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/wahnsinnsblog.net\/2011\/10\/19\/misanthropie-gerne\/\" target=_blank>Des Wahnsinns Blog: Misanthropie? Gerne!<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/archiv.raid-rush.ws\/t-741033.html\" target=_ blank>Raid Rush: Misanthropie &#8211; rational oder \u00fcbertrieben?<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/giftblick.wordpress.com\/2013\/01\/03\/moderne-phanomene-1-misanthropie\/\" target=_blank>Giftblick: Moderne Ph\u00e4nomene 1 \u2013 Misanthropie<\/a><br \/>\n<a href=\" http:\/\/www.evilism.com\/2009\/04\/03\/selektive-misanthropie\/\" target=_blank>Evilism[DOT]com: Selektive Misanthropie<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/entartete-worte.myblog.de\/entartete-worte\/page\/258396\/Warum-Misanthropie-\" target=_blank>entartete-worte: Warum Misanthropie<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor kurzem hatte ich ein Gespr\u00e4ch mit @KapuzenAuf auf Twitter. Es ging um meinen Begriff der Misanthropie, da ich ja augenscheinlich Menschen m\u00f6gen w\u00fcrde. Vor diesem kurzen Gespr\u00e4ch hatte ich mir keine ausf\u00fchrlichen Gedanken zu dieser Thematik gemacht. 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